hire material

for fl, cl/bcl, hn, perc, Erhu, Pipa, vl, va, vc

comissioned by Verein Internationale Musikbrücke und Kulturverein Österreich

World Premiere: 31 October 2016, Konzerthaus Vienna, interpreter: Klangforum Wien

Year of composition: 2016

Duration: 8'

 

Our brain is vibrating. For rhythmic electrical potentials in the brain areas have to be synchronized in order to exchange information. These brain areas begin to work in time as we focus our attention on something. While the brain is swinging quite calmly with its eyes closed, ripples ripples over the cortex when thinking hard. This "cortical oscillation" seems to be substantial for the recognition of musical sequences. However, rhythms seem to improve not only the perception of the tempi, but also the pitch changes. Also spectacular is the hypothesis that the brain's rhythm has an impact on consciousness. Anyway, rhythms in the brain are pretty much in sync with language. This helps us to understand, for example, a continuous flow of language. By contrast, the role of rhythms in the processing of complex sounds is still relatively unexplained.
Are cortical rhythms a consequence of other brain activity, or are they the real prerequisite for neuronal processing to be orderly? This question is one of the mental engines behind "oscillare", even if the piece will not answer them. Rather, it musically moves into an oscillating brain, feels the neuronal information exchange sound. So please turn off your brain and sit back.

Unser Gehirn schwingt. Denn rhythmische elektrische Potenziale in den Hirnarealen müssen sich synchronisieren um Informationen auszutauschen. Diese Hirnareale beginnen im Takt zu arbeiten, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas richten. Während das Gehirn bei geschlossenen Augen ganz ruhig schwingt, rattern beim scharfen Nachdenken extreme Wellen über den Kortex. Diese „kortikale Oszillation“ scheint substanziell für die Erkennung von musikalischen Sequenzen zu sein. Rhythmen scheinen aber nicht nur die Wahrnehmung der Tempi, sondern auch die der Tonhöhenänderungen zu verbessern. Spektakulär ist auch die Hypothese, wonach der Gehirnrhythmus einen Einfluss auf das Bewusstsein hat. Jedenfalls sind Rhythmen im Gehirn ziemlich exakt mit Sprache synchronisiert. Dadurch helfen sie uns beispielsweise einen andauernden Sprachfluss zu verstehen. Noch relativ unbeleuchtet ist hingegen die Rolle der Rhythmen bei der Verarbeitung von komplexen Lauten.

Sind kortikale Rhythmen eine Folge aus anderer Gehirnaktivität oder sind sie die eigentliche Voraussetzung, dass die neuronale Verarbeitung geordnet abläuft? Diese Frage ist einer der gedanklichen Motoren hinter „oscillare“, auch wenn das Stück sie nicht beantworten wird. Vielmehr versetzt es musikalisch in ein oszillierendes Gehirn, empfindet den neuronalen Informationstausch klanglich nach. Also bitte schalten Sie Ihr Gehirn aus und lehnen sich zurück.